Interview....

zentralnerv 101 04-05/2002

The Cascades - Die deutschen Sisters of Mercy
Die Sisters of Mercy, The Cult, The Mission auf der einen Seite und einheimischer Gothik-Rock, wie z. B. die Dreadful Shadows, auf der anderen, vermengt mit elektronischen Spielereine und einer eigenen Note - das ist die Musik, welche die Cascades auf ihrem Debüt-Album "nine66" in sehr begeisternder Form darbieten. doch wer steckt hinter diser hoffnungsvollen Gothic Rock-Band? Werfen wir doch zuerst einmal einen Blick auf die Landkarte....

Nein, sie kommen nicht etwa aus Berlin, wie die bekanntesten Vertreter ihrer Zunft (Dreadful Shadow, Scream Silence...) sondern aus dem niederbayerischen Straubing. Und der Grundstein für die Cascades wurde bereits im jahre 19889 gelegt, als sich dort Sänger M. W. Wild, Gitarrist Maxe Raith sowie Keyboarder Markus Müller kennenlernten. Zu ihrem Namen "The Cascades" ließen sie die drei Straubinger überigens durch einen gleichnamigen Laden in der Londoner Carnaby Street inspierieren. Leider oder vielleicht doch glücklicherweise duerte es bis Ende 1998, bis die Cascades endlichg beschlossen, einmal richtig anzugreifen. So wuchsen sie in dieser Zeit zu einer gut harmonierenden und ihren Stil perfekt behrrschenden Band heran. Mit einem Demotape im Gepäck wurde man daraufhin bei einschlägigen Labels vorstellig.

  bild folgt!!!

Nach einer Weile läutete im herbst 2000 dann das Telefon, die Stimme am anderen Ende der Leitung meinte: "Die Musik ist gut, lasst uns was zusammen machen" erzählt Sänger M. W. Wild. Jens Riediger (ex-Dreadful Shadows) nahm die Band somit bei seinem Label Andromeda Records unter Vertrag. Aus dieser Zusammenarbeit entstand schließlich die CD "nine66", die bei den Kollegen der düsterschreibenden Fachpresse über wiegend lobende Kritiken erntete. Dochnicht nur aufgrund ihrer CD verdienen The Cascades die Aufmerksamkeit der Hörer, auch auf der Bühne präsentiert man ein starkes Leive-Programm. Zuletzt spielten sie den Tour-Support für Scream Silence, deren hary Fieting das Dascades-Album auch produziert hat. die Shows kamen beim Publikum sehr gut an, wie M. W. Wild erklärt Jetzt begibt sich die Straubinger Formation übrigens wieder auf Tour. Bei Erscheien dieses Heftes sind die Konzerte mit den Lords of the new Church auber leider schon vorüber. Dafür ist man Ende April als Support für The Last Dance unterwegs. Das sollte niemand, der auf straighten Rock mit Düsterschlagseite sthet, verpassen. Textlich bleiben die Cascades ebenfalls auf der Schattenseite. In den bedeutungsschwangeren Lyrics setzt man auf die Maxime "Weiger ist Mehr", um damit eine beklemmende Eindringlichkeit zu erreichen. Alles also im passenden Rahmen gehalten, was hier aber keineswegs schlecht sein muss! So setzen die Cascades vielmehr auf eingängige Songs als auf voraufgesetztem Bombast überbrodene Kompostitionen und schaffen es, den geneigten Hörer damit auf Anhieb in ihren Bann zu ziehen. einen großen Teil zum äußerst gelungenen Hörerlebnis steuert vor allem die Stimme M. W. Wilds bei. So scheint man ganz besonders beim #Gesang an Vergleichen mit den Sisters Of Mercy nicht mehr vorbeizukommen. "Wir wollen uns zwar nicht so direkt davon beeinflussen lassen oder sie direkt kopieren, die Leute haben es aber leichter, wenn man eine neue Band mit einer etwas bekannteren vergleichen kann. Aber dennnoch wollen wir uns so stilistisch offen halten wie möglich" erklärt Gitarrist Maximilian Raith. Man möchte sich also nicht im Sound limitieren lassen und tobt sich nicht nur in klassischen Gothic Rock-Gefilden aus. Auch an technischen Know-How lässt man es nicht mangeln, was einige elektronisce Einsprengsel beweisen.

Also: Das Debüt Album "nine66" kaufen oder sich die Cascades live on Tour anschauen!

<Sebastian Engelhart>